Ankunft im RTZ

Neue Ära bei der Suche nach Zukunftstechnologien

Der eine geht, der neue kommt. Am 1. September 2020 hat der neue Geschäftsführer des RTZ sein Amt angetreten. André van Hall ist kein Unbekannter, denn bereits seit über sieben Jahren ist er als Campus-Manager beim BioCampus Cologne (BCC) tätig. Auch dort wurde er nun zum Geschäftsführer bestellt. André van Hall hat in den letzten Jahren die Erfolgskurve des BCC deutlich nach oben korrigiert. Nun hat er als Chef der beiden Technologiezentren die Aufgabe, beide Standorte in die Zukunft zu führen und Synergien zu heben. Wir sprachen mit André van Hall.

RheinZeiger: Die Themen Innovation, Technologie und Startup-Förderung begleiten Sie schon eine lange Zeit. Auf welche Erfahrungen können Sie für Ihre neue Aufgabe zurückgreifen?

André van Hall: Da ich in einem Unternehmer-Haushalt groß geworden bin, war für mich schon früh klar, dass ich mich mit wirtschaftlichen Prozessen und deren erfolgreicher Umsetzung befassen möchte. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften und dem ersten Ausgründungs-Projekt bei Henkel in Düsseldorf habe ich über 12 Jahre im östlichen Ruhrgebiet verbracht. An der Ruhr Universität Bochum und im Technologie Zentrum Dortmund konnte ich viele wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Technologietransfer und Unternehmensgründung sammeln. Und dies in einem überaus dynamischen Umfeld, denn aufgrund des Strukturwandels sind die Themen Zukunftstechnologien und Startup-Support in dieser prosperierenden Region von allergrößter Bedeutung. 2013 wechselte ich dann von der Ruhr an den Rhein und bin seitdem in der Geschäftsleitung des BCC tätig.

RZ: Wie würden Sie das Potential des Startup- und Innovationsstandortes Köln bewerten?

AvH: Im Grunde haben wir alle Zutaten, um Köln zu einem der europaweit führenden Standorte für Startups, aber auch in Konsequenz für Innovation und Hochtechnologie weiterzuentwickeln. Mit dem Ballungsraum RheinRuhr steht eine einzigartige Dichte an Kooperationsmöglichkeiten zur Verfügung. Köln selbst besitzt mit seiner Hochschullandschaft, seiner Vielfalt an starken Unternehmen und den zahlreichen Einrichtungen für das Startup-Ökosystem bereits jetzt ein hervorragendes Netzwerk für die Innovationsförderung. Dies gilt es in Zukunft in einem gemeinsamen Konsens weiter auszubauen. Auch die Stadt Köln bringt sich mit der neu geschaffenen KölnBusiness intensiv und erfolgreich ein. Mit den Technologie Standorten RTZ und BCC und deren konsequenter Zusammenführung geht sie nun den nächsten wichtigen Schritt Der BCC bietet im Übrigen durch seine Flächenreserven eine einmalige Chance für Köln, erfolgreiche Startups im Falle des erwünschten Wachstums auch in Köln zu halten und in eine lebendige Community einzubinden.

RZ: Durch die Personalunion in der Geschäftsführung für die beiden städtischen Standorte BCC und RTZ verspricht sich die Stadt einen noch stärkeren Impact auf das Startup-Geschehen in Köln. Wie das?

AvH: Wissen Sie, ich kenne Heinz Bettmann nun schon über 15 Jahren. Seit meiner Zeit hier in Köln haben wir selbstverständlich beide Standorte bereits in enger Abstimmung miteinander weiterentwickelt und vermarktet. Nun ist es nur konsequent, im Zuge des wohlverdienten Ruhestandes des bisherigen Geschäftsführers die beiden Häuser enger zusammenzuführen und die möglichen Synergien weiter zu heben. So haben wir die einmalige Chance, für den Innovations-Standort Köln ideal vernetzte Orte zu schaffen und damit einen signifikanten Beitrag für zukünftig positive Entwicklung der gesamten Region zu leisten.

RZ: Was haben Sie sich für die ersten hundert Tage vorgenommen?

AvH: Natürlich wollen wir die erste Zeit nutzen, um das neue „2-Standort-Konzept“ in ersten Schritten umzusetzen. Glücklicherweise haben wir an beiden Standorten tolle Teams, die aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer Kompetenz hier eine gute Basis schaffen. Und natürlich möchte ich die RTZ-Nutzer näher kennenlernen, das versteht sich von selbst. Abschließend möchte ich Heinz Bettmann ganz herzlich für seine überragendes Wirken für das Gelingen der Erfolgsstory RTZ danken. Ich wünsche ihm alles erdenklich Gute für die Zukunft.

RZ: Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für die neuen Aufgaben und danken für das Gespräch.

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