Atemberaubende Forschung für die Zukunft

Ein Besuch beim DLR

Es ist Montag, der 18. November 2013. Ich stehe in einer großen Halle des DLR in Köln-Porz und über uns schwebt die Raumstation. Dieses Modell muss man sich ein wenig größer vorstellen und ein wenig höher als hier in der Halle – fliegend, nein schwebend, und zwar weit von der Erde entfernt im Weltraum. Wie sich das für die Astronauten anfühlt, kann man sich in der nächsten Halle vorstellen, wenn man eines der Module betritt, die dort in Originalgröße aufgestellt sind. Das alles ist spannend, aber auch gewöhnungsbedürftig. Und ich bekomme ein Gefühl dafür, wie viel Schulung und Training man absolvieren muss, um Raumfahrer zu werden.

Das DLR hatte eingeladen. Rund zwei Dutzend Unternehmer, Geschäftsführer und Wirtschaftsförderer waren zu Gast im Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft und Raumfahrt. Dabei ist das DLR nicht nur in den Bereichen Luft- und Raumfahrt tätig, sondern beschäftigt sich auch mit Themen wie Energie und Verkehr. Das DLR erforscht die Erde und das Sonnensystem, es stellt Wissen für den Erhalt der Umwelt zur Verfügung und entwickelt umweltverträgliche Technologien für Energieversorgung, Mobilität, Kommunikation und Sicherheit.

Hier in Köln-Porz ist man dabei nicht nur im Auftrag der Bundesrepublik tätig. Zu den Auftraggebern gehören auch Partner in der Wirtschaft und internationale Institutionen, wie etwa die NASA. Vieles hier ist Grundlagenforschung, aber fast immer mit Bezug zu einer konkreten Anwendung. Ich staune nicht schlecht, als man mir einen hauchdünnen Aluminiumfaden in die Hand gibt, mit der Bitte, ihn so kräftig in die Länge zu ziehen, bis er reißt. Es gelingt mir nicht. Dann biege ich den Faden ein wenig – und er bricht sofort. Ein Beispiel für die Entwicklung „von Produkten für morgen“. Das DLR betreibt Großforschungsanlagen für eigene Projekte und fördert dabei auch den wissenschaftlichen Nachwuchs. Es ist damit eine treibende Kraft in den Regionen seiner 16 Standorte. Und an diesen Standorten beschäftigt es immerhin 7.700 Menschen.

 

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Wir bekommen an diesem Tag einen umfassenden Einblick in das DLR. Zu Beginn des Besuchsprogramms begrüßt uns Klaus Hamacher, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende mit einem Übersichtsvortrag über das vollständige Forschungsprogramm der DLR.

 

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Prof. Dr. Rupert Gerzer stellte das :envihab vor, das sich u. a. mit Fragen beschäftigt, was mit dem menschlichen Körper auf einem Flug zum Mars passiert oder wie sich Beleuchtung auf die Stimmung des Menschen auswirkt.

 

 

Wir besichtigen das Astronauten-Trainingszentrum, die neue Weltraum-Forschungsstation :envihab, den CeraStorE, wo keramische Werkstoffe entwickelt werden. Wir bekommen die neuesten Solartechnologien vorgestellt und erfahren Einzelheiten über das Projekt Rosetta – Landen auf einem Kometen. Ein hoch interessanter Tag mit faszinierenden Einblicken in den Weltraum und den möglichen Alltag von morgen.

Startfoto: © DLR, Mareike Knost

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