Das erste Jahr des Teams der Event-Reporterin – 3 Praxistipps für Start-ups

Am Anfang stand eine Frage aus unserem Netzwerk. „Könnt ihr nicht gemeinsam Messe- & Event- Reportagen anbieten? Interviews machen, Videos drehen?“ Aber ja. Eine Geschäftsidee war geboren. Die fiel auf fruchtbaren Boden.
Als freie Online-Redakteurin hatte ich schon vor Jahren ein Online-Magazin ins Leben gerufen, auf Events mit Stift, Block und Aufnahmegerät für die Nachberichterstattung O-Töne eingefangen. Gemeinsam mit meinem Mann Alexander als Event-Fotograf. Damals noch Traum, heute Realität: Live- oder Video-Reportagen mit Interviews direkt vom Event. Zu gründen ging schnell. Von der Idee über den GbR-Vertrag bis zum Launch der Website vergingen nur sechs Wochen. Trotz des Tempos setzten wir auf langsames, aber nachhaltiges Wachstum. Statt Crowdfunding durch Family & Friends oder Businessplan & Banken-Beteiligung lieber agil mit ständiger Anpassung und überschaubaren Ressourcen. Beide sind wir seit Jahren selbständig tätig, wissen, dass unternehmerisches Risiko nicht erst bei Planabweichung entsteht. Eine Geschäftsidee wie unsere wird nicht im stillen Kämmerlein über Jahre zu einer fulminanten Erfolgsstory. Ausprobieren und anpassen lautet die Devise.
Tipp #1: Das Netzwerk einbinden – von Anfang an: Fragen stellen und mit den Antworten arbeiten! Wir haben anfangs ständig mit Menschen über unsere Geschäftsidee geredet, sie rekapituliert, Fragen und Kritik aufgegriffen. So entstand das Logo, entwickelte sich das Corporate Design. Es folgte ein erster Video-Dreh mit Storyboard – anfangs rudimentär und immer offen für Kritik. Wir haben gefeilt und optimiert aber uns auch nicht beirren lassen.
Tipp #2: Nicht schnacken, machen! Eine Idee ist nur so gut wie sie sich am Markt bewährt! Unsere Idee zog weitere Kreise. Wir haben Produkte ausgearbeitet, das Geschäftsmodell verdichtet, die Preise dafür kalkuliert. Bei ersten Einsätzen konnten wir uns beweisen, Abläufe überdenken, den Praxistest machen. Das ist wichtig und absolut notwendig. Denn erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Das darf man nicht fürchten, sondern feiern. Wo sonst als in der konkreten Umsetzung bekommt man solche Lerngeschenke überreicht?
Tipp #3: Mut zum Scheitern – denn nur wer sich traut nicht ständig perfekt zu sein kann langfristig erfolgreich werden! Wir sind entschlossen, anpassungsfähig und prüfen uns, unsere Produkte und den resultierenden Erfolg. Wir planen, korrigieren, passen an und entwickeln weiter. Das braucht Neugier, Durchhaltevermögen und vor allem Mut – auch mit Rückschlägen, Verzögerungen oder (meist wohlmeinender) Kritik umzugehen. Diese Erfahrungen nutzen wir um unser Wissen stetig zu erweitern, Wissenslücken in der Praxis zu schließen. Das ist kein abgeschlossener Prozess, sondern der Beginn einer hoffentlich langen und nachhaltigen Reise durch die Unternehmenslandschaft oder einfach agiles Arbeiten und Prozessoptimierung im digitalen Wandel.

http://www.messe-event-reportagen.de

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