Digital Hub Cologne

Startup Cologne: Viel Neues im Gründerökosystem Köln

Zu Beginn des Jahres 2019 zieht nicht nur das RTZ eine Bilanz um in die Zukunft zu schauen. Auch andere Institutionen stellen sich auf für das Gründerjahr 2019. So auch der Digital Hub Cologne (DHC), der am 30. Januar zu einem Austausch mit Mittelstand, Industrie und Startups geladen hatte. In gut gelaunter Runde wurden im RTZ, dem neuen Standort des DHC, Strategien und Projekte für die Weiterentwicklung des Rheinlandes diskutiert.

Beim Neujahrsempfang stellte der Geschäftsführer des Digital Hub Cologne, Marc Kley, heraus, welche Workshops und andere Veranstaltungen im letzten Jahr umgesetzt wurden, wie sich das Portal Rheinlandstartups entwickelte und wie das Gründerstipendium NRW nachgefragt wurde. Rege diskutiert wurde dann über den Impulsvortrag von Oliver Bludau, Geschäftsführer der Fa. FOXEM, der über die schwierigen Prozesse des Innovierens im Mittelstand referierte. Am Ende konnten die Anwesenden viel Motivation für weitere Aktivitäten mitnehmen.

Zukunft des DHC
Für den DHC gibt es viel Neues in der Zukunft. Zum Herbst wird sich der Gesellschafterkreis erweitern. Dann wird auch angestrebt, verschiedene Accelerator-Programme im DHC zu bündeln, um das Gründerökosystem Köln weiter zu stärken. Zentrales Thema des DHC bleibt die Digitalisierung. Und eben die ist auch im Bereich des Gesundheitswesens von immer größerer Bedeutung. Hier gibt es ein weites Tätigkeitsfeld, in das viele der auf „Rheinland- Startups.de“ registrierten Startups mit ihren innovativen Lösungen und technischen Prototypen einbezogen werden können und sollen. Die Boston Consulting Group hat in einer aktuellen Analyse das Potenzial der Region Köln- Bonn herausgearbeitet.

Deutscher Startup Monitor
Soeben gab der Bundesverband Deutsche Startups (BVDS) das „Go“ für den sechsten Deutschen Startup Monitor. Die Umfrage läuft und man darf gespannt sein, wie sich das bundesweite Startup-Ökosystem weiter entwickelt hat. Aufgrund der Angaben der teilnehmenden Startups finden sich im aktuellen Koalitionsvertrag der Bundesregierung mehr als 30 Forderungen des BVDS. Mit dem diesjährigen Startup Monitor sollen umso deutlicher die relevanten Themen der Gründerszene aufgezeigt werden.
Kölner Startups suchen Kontakt zum Mittelstand
Das Portal „Rheinland-Startups.de“ wächst. Mehr als 200 Unternehmen aus der Region haben sich auf dem Portal des Digital Hub Cologne bereits registriert. Diese Startups konzentrieren sich überwiegend auf B2B-Zielgruppen. Für ihre innovativen Geschäftsmodelle spielen Endverbraucher eher eine untergeordnete Rolle. Die meisten Startups befinden sich noch mit relativ kleinen Teams am Beginn ihrer Entwicklung und treten als neue Wettbewerber in den Märkten auf.

B2B-Geschäftsmodelle liegen im Fokus
Für die Startups bilden Geschäfte mit Unternehmenskunden einen klaren Schwerpunkt. Vier von fünf Startups geben an, mit ihrem Geschäftsmodell den B2B-Markt zu bedienen. Fast die Hälfte aller Startups fokussiert sich nahezu vollständig auf ein B2B-Geschäftsmodell (47 %). Nur ein Fünftel bietet Dienstleistungen und Produkte ausschließlich für Verbraucher an (21 %). „Der B2B-Trend unter den Startups setzt sich weiterhin fort. In der Region Köln und im gesamten Rheinland gibt es viele Gründer, die aus dem Mittelstand und aus Konzernen heraus ihre Startup-Idee entwickeln. Sie wollen Probleme lösen, die sie aus ihrem Arbeitsalltag kennen und die sie innerhalb der Unternehmensstrukturen nicht umsetzen können. Viele Startups wollen sich außerdem nicht mehr auf Endkunden fokussieren, weil der B2B-Vertrieb vermeintlich einfacher ist. Unternehmen wirken als Zielgruppe für viele Gründer überschaubarer als der riesige und marketing- intensive Markt für Endverbraucher“, sagt Anna- Lena Kümpel, Startup-Agentin beim Digital Hub Cologne.

Kleine Teams formen das Startup-Ökosystem
Die Unternehmen auf Rheinland-Startups.de sind überwiegend noch jung und arbeiten in kleinen Teams: 67 % der Startups haben weniger als sieben Mitarbeiter. Rund ein Viertel gibt an, bis zu 15 Mitarbeiter im Team zu haben. Auf 100 Beschäftigte und mehr kommen sieben Startups (3 %). Die zumeist noch geringe Größe der Startups ist vor allem darin begründet, dass 51 % von ihnen erst im Jahr 2017 oder später gegründet wurde.

Was haben Netflix, Tesla, Hilti und Adidas gemeinsam?
Die Fähigkeit, innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln, ist für Unternehmen angesichts von Globalisierung und Digitalisierung der Schlüssel, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wie aber konnten Unternehmen wie Netflix oder Hilti ihr Geschäft innovieren? Sie haben unerfüllte Kundenbedürfnisse entdeckt, ein effektives Geschäftsmodell entwickelt und dieses auf Basis von Kundenmeinungen schnell verbessert. Da setzt der „Business Model Innovation Workshop“ an: Er gibt Geschäftsführern, Innovationsmanagern und Führungskräften aus Strategie, Vertrieb und Business Development die Gelegenheit, Ideen auszutauschen und die Herausforderungen einer Geschäftsinnovation zu diskutieren. Wer die neusten Tools und Methoden kennenlernen möchte um radikale Geschäftsmodellinnovation zu designen, zu testen und zu validieren, sollte an dem Workshop St. Gallen Business Model Innovation teilnehmen. Die Veranstaltung wird durch die BMI Lab Deutschland GmbH und die Digital Hub Cologne GmbH am 6. und 7. Juni 2019 in Köln durchgeführt.

 

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