Erfolgskurs für innvative Unternehmen

BioRiver Boost! 2018 – der Wettbewerb für Life Science Gründer um beste Geschäftskontakte im 5. Jahr Düsseldorf. Eine bahnbrechende Idee und fachliches Know-how sind noch keine Garantie für den Erfolgskurs eines Start-up-Unternehmens. Der direkte Kontakt zu Entscheidern und möglichst kurze Wege zu den Marktführern zählen, um ein neues Produkt oder eine aufsehenerregende Technologie erfolgreich auf dem Markt zu platzieren.

Genau hier setzt BioRiver Boost! an, der 2018 zum fünften Mal ausgerufene Innovationswettbewerb. Angesprochen sind junge Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie und Life Sciences, die mit einer kreativen Idee den Markt erobern möchten. „Der Wettbewerb bietet die große Chance, bereits in einem
frühen Stadium vor Experten zu präsentieren“, erklärt Dr. Frauke Hangen, Geschäftsführerin von BioRiver e.V. in Düsseldorf. „Ausgewählte Teilnehmer stellen ihr Projekt einer hochkarätig besetzten Jury erfahrener Life-Science-Manager aus globalen Konzernen und Business Angels vor. Das Feedback umfasst fachliche Ratschläge, die den Unternehmen wertvolle Impulse, beispielsweise für die weitere Projektentwicklung oder die Vermarktung, geben.“ In der diesjährigen Fachjury vertreten sind Repräsentanten von den global agierenden Life Science Konzernen Bayer, Henkel, Janssen-Cilag, Lonza, QIAGEN und UCB Pharma. Der HightechGründerFond als Vertreter der Investorenseite und Dr. Jürgen Schumacher, Business Angel und
Serial Entrepreneur vervollständigen das Fachgremium. Die Leitung der Jury liegt beim BioRiver Vorstand. Weitere Konzernvertreter, Investoren und erfolgreiche Gründer werden zur Präsentation der Finalisten am 17. Oktober 2018 erwartet. Die Einladung zur Bewerbung richtet sich insbesondere an Forscher und Start-ups im Rheinland. Bewerbungen aus ganz Deutschland und den europäischen Nachbarländern sind möglich. Junge Life Science Unternehmen sollten hierbei maximal vor fünf Jahren gegründet haben und nicht über zehn Mitarbeiter beschäftigen. Zur Teilnahme eingeladen sind ebenfalls Leiter von wissenschaftlichen Projekten mit konkreter Gründungsabsicht.

Fortschritt fördern
So sieht der Ablauf aus. Nach der Einreichung der Bewerbungen bis zum 31. August 2018 wählt die Jury aus den eingereichten Ideen acht Projekte aus, die zur Präsentation vor der Fachjury und dem interessierten Publikum am 17. Oktober 2018 in Wuppertal eingeladen werden. Ermittelt werden drei Gewinner, die mit einer Auszeichnung geehrt werden. „Der Benefit für die Teilnehmer besteht darin, dass sie ihr Projekt im direkten Austausch mit globalen Playern diskutieren können. Hieraus ergeben sich erfahrungsgemäß konkrete Kooperationen oder auch Finanzierungen durch Sponsoren“, betont Dr. Frauke Hangen.
Dr. Oliver Bannach, Gewinner des BioRiver Boost! 2016, kann das nur bestätigen. Die Forscher seines Anfang 2018 gegründeten Unternehmen Attyloid GmbH haben eine Methode entwickelt, mit der winzige Proteinaggregate gemessen werden können und die zum Beispiel zur Frühdiagnostik neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer genutzt werden. „Ohne die Teilnahme am Boost wäre mein Unternehmen nicht so weit, wie es heute ist. Aus den Kontakten hat sich eine Kooperation mit einem Pharmaunternehmen entwickelt, das unser Verfahren in der präklinischen und klinischen Forschung einsetzten möchte. Die fachliche Kritik hat uns enorm weitergebracht. Wir haben Denkanstöße erhalten, wie wir unser Geschäftsmodell weiterentwickeln und wie wir unser Produkt am Markt breiter aufstellen können.“

Was als Idee begann, um das Rheinland Cluster als Life Science-Standort zu stärken, ist zu einer Erfolgsgeschichte geworden. „BioRiver ist ein Branchenverband von 110 Institutionen und Organisationen, ein Expertennetzwerk aus führenden Spezialisten in Wissenschaft, Industrie und Wirtschaftsförderung“, erläutert Dr. Frauke Hangen, Geschäftsführerin des BioRiver e.V. in Düsseldorf. Seit Wettbewerbsbeginn im Jahr 2014 steigen die Teilnehmerzahlen kontinuierlich an. Bisher haben insgesamt 28 Unternehmen und Leiter wissenschaftlicher Projekte ihre Ideen, Produkte und Technologien präsentiert. „Neben wertvollen Kontakten zu globalen Playern und Entscheidern besteht die Chance für die Finalisten, konkrete Kooperationen zu verabreden oder Investoren zu gewinnen“, so die Geschäftsführerin.

In diesem Jahr hat BioRiver Boost! noch einmal einen erheblichen Schub erfahren. Zahlreiche Unterstützer, darunter auch die Technologiezentren und die zuständigen Abteilungen in der Stadt Köln, sorgen dafür, dass die Ausschreibung BioRiver Boost! 2018 bekannt wird. Zu den Finalisten im vergangenen Jahr gehörte auch das Gründungsvorgaben Cherrykukess von Dr. Knud Esser, Andrea Kulik (M.Sc) und Judith Steimel (M.Sc.). Die jungen Wissenschaftler entwickeln mittels des patentierten Testverfahrens FIRST-HIT neue Therapieansätze für die Behandlung des Triple-negativen Brustkrebses (TNBC) und des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC). „Unsere Tumorforschung ist ein langwieriger und kostenintensiver Prozess“, erklärt Andrea Kulik. „Über den Wettbewerb haben wir potenzielle Partner aus der Industrie kennengelernt, mit denen wir aktuell eine Zusammenarbeit ausloten. Da wir uns noch in einer sehr frühen Projektphase befinden, sind für uns vor allem Informationen und fachlicher Austausch wichtig. Dieser unterstützt uns bei der Beurteilung und Weiterentwicklung unserer Technologie und der Vorbereitung von zukunftsweisenden Kooperationen.“

Profil des Geschäftsmodells schärfen
Prof. Günter Mayer von Clickmer Systems (in Gründung) unterstreicht die herausragenden Kontakte, die BioRiver Boost! bietet: „Nach dem Wettbewerb 2017 ist der Life Science Inkubator (LSI) aus Bonn auf uns zugekommen und wir evaluieren aktuell eine mögliche Förderung innerhalb dieser oder über diese Organisation.“ Der Chemiker, der in seinem Startup synthetische Detektionsmoleküle als Alternative zu Antikörpern entwickelt, fährt fort: „Die Präsentation hat uns ermuntert, unser Businessmodell noch kritischer zu hinterfragen und uns stärker auf die Alleinstellungsmerkmale unseres Projektes zu konzentrieren.
Ich kann jedem jungen Unternehmen mit einer guten Idee die Teilnahme am Wettbewerb nur empfehlen.“
Schirmherr des Wettbewerbs 2018 ist Professor Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW.

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