Foto-Objekte

Fotografie anders: Kunstwerke aus Holz, Wasser und Fotografien
Der Kölner Fotograf Joachim Rieger hat ein ganz einfaches Lebensmotto: Die Dinge reifen lassen, ausgetretene Pfade meiden und bereit sein, sich auf neue Dinge einlassen. Sein aktuelles Projekt ist dafür ein ausgezeichnetes Beispiel. Gemeinsam mit seiner Frau Stephanie hat er eine kleine Manufaktur in Köln an den Start gebracht. Dort entstehen ganz besondere Foto-Objekte.
Es sind Kunstwerke, die aus dem Zusammenspiel dreier Komponenten erwachsen: Holz, Wasser und Fotografien. „Mein Ziel ist es, diese Dinge miteinander harmonisch zu verbinden: Holz als ideales Werkstück, das sich formen lässt und das lebendig bleibt, so wie das Wasser. Dazu kommen meine Fotos“, sagt Joachim Rieger. Das Ergebnis dieses Dreiklangs sind rahmenlose Foto-Objekte mit einer kristallklaren, glasartigen Oberfläche, deren Sockel ein Massivholzblock ist. Etwa drei Monate Entwicklungszeit gingen ins Land, ehe die Ausgangsidee im fertigen Produkt mündete. Nun startet die Produktion.
Menschenbilder Um seine Arbeit verstehen zu können, muss man zunächst Joachim Rieger selbst in den Focus rücken. Seine Fotos sind Menschenbilder. Im Vordergrund steht der Mensch und sein Lebensraum. „Das Foto muss zum Menschen hin, ganz nah an ihn heran. Es geht nicht nur um das Motiv, ich möchte mit jedem Foto eine kleine, individuelle Geschichte erzählen. Fotografie ist Empathie und Emotion. Ich möchte Gefühle und Stimmungen einfangen und transportieren“, sagt der Fotograf. Joachim Rieger steht für Fotografien, die den Tag und das Ereignis überdauern. Fließbandarbeit und Fotos von der Stange hat er nicht im Angebot. Er bezeichnet sich selbst als Ideenlieferant. „Die wichtigsten Sinnesorgane des Fotografen sind die Ohren. Um verstehen und fühlen zu können, was ein Kunde möchte, was ihm wichtig ist, muss ich genau zuhören und auch die Zwischentöne auffangen. Dann mache ich Vorschläge und überlege gemeinsam mit meinem Auftraggeber, wie das Projekt umgesetzt werden kann. So entsteht eine kreative, innovative und lebendige Bildsprache.“
Kunst aus Fotografie und Handwerk Dies ist auch bei den Foto-Objekten die Basis des Erfolges. Dazu kommen Geduld, Experimentierfreude, Pioniergeist und Kreativität. Als größte Herausforderung erwies sich im Vorfeld die Oberfläche. „Wir haben lange getüftelt und viel des Spezialharzes zur Veredelung der Oberfläche gefunden hatten“, erinnert sich Stephanie Rieger. Dagegen glich die Suche nach dem geeigneten Holz fast einem Kinderspiel. „Wir brauchen ein stabiles Holz, das sich nicht verzieht. Wir verarbeiten auf Empfehlung eines erfahrenen Schreiners verleimte Holzstücke aus europäischer Buche“, sagt Fotograf Rieger. Die Foto-Objekte offenbaren viel Liebe zum Detail. Dabei wird gesägt, geschliffen, geflämmt, lackiert, gebohrt, geklebt, gegossen und poliert. Wie genau das abläuft, bleibt Firmengeheimnis. Kein Geheimnis ist die Wirkung, die die Foto-Objekte beim Betrachter auslösen. Das Bild besticht mit einer unglaublichen Tiefenwirkung, es scheint regelrecht zu Strahlen und die Farben treten intensiv hervor. Es gibt die rahmenlosen Foto-Objekte aus der Manufaktur Rieger in verschiedenen Größen. Die Massivholzblöcke sind alle mit einem hoch brillanten, kristallklaren Spezialharz mit UV-Filter veredelt. Sie können aufgestellt oder aufgehängt werden. Der
Fotograf Joachim Rieger ist ein bodenständiger Mensch. Er wurde in Höhenhaus geboren und dort wohnt er nach gefühlten 25 Umzügen jetzt auch wieder. Gemeinsam mit seiner Frau Stephanie, die ihren Mann bei der Arbeit sehr unterstützt. „Sie hat den gleichen Blick auf Dinge und Situationen wie ich. Das hilft enorm“, sagt Joachim Rieger. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Fotolaboranten, war Laborleiter und freier Fotograf in Fotofachlaboren und Fotostudios, dann einige Jahre Hausmann. Parallel bildete sich der Vater von zwei Töchtern während dieser Zeit im Bereich Fotografie weiter und gab Foto- und Videokurse in der VHS. Bevor er sich als Fotograf 2003 selbstständig machte, schlug er noch ein paar artverwandte Wege ein. Zehn Jahre (bis 1999) war Rieger Chef des Fotofachlabors „taimlab“, danach Inhaber der Agentur für Marketing und Kommunikation „kommART“ (bis 2003).

https://www.fotografie-joachimrieger.de

 

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