Wie Unternehmen von Dortmunds Meistertrainer profitieren können

Jürgen Klopp’s Spieler-Motivation und Teamführung

Als Jürgen Klopp gefragt wurde, was ihm der Einsatz und die Arbeit mit der Motivationsanalyse für einen täglichen Nutzen gebracht hat, sagte er: „Gegenseitiges Vertrauen entsteht nur, wenn man auf Augenhöhe miteinander kommuniziert. Mir ist wichtig zu verstehen, was meine Spieler motiviert oder demotiviert!“ Auch Lukas Podolski hat vor vielen Jahren interessante Erkenntnisse über sich im Teamentwicklungsprozess mit der Motivationsanalyse gewonnen.

Wenn man versteht, was den Menschen antreibt, ermöglicht dies eine viel individuellere Führung, Kommunikation und Teammotivation. Motivation ist aber ein komplexes Spiel aus angeborenen Charakterzügen und vielfältigen Erfahrungen und Prägungen aus dem Leben. Die individuelle Leistungsfähigkeit des Menschen definiert sich vereinfacht über die drei Größen „Dürfen“, „Können“ und „Wollen“.

Beispiele aus dem Profi-Fußball
Im Ligaalltag teilen sich zumeist zwei Spieler ein Doppelzimmer im Hotel. Hat ein junger Spieler den Wunsch nach einem Einzelzimmer, traut er sich kaum, dies dem Trainer zu kommunizieren. Kann aber ein Spieler optimale Leistungen zeigen, der sich in der Nacht vor dem Spiel nicht wirklich wohl gefühlt hat? Die Erfahrungen mit Profi-Fußballern zeigen: Nein!

Als bekanntes Beispiel etwa im Umgang mit Stress gilt das Elfmeterschießen. Hier hilft die Motivationsanalyse dem Trainer, die stressbelastbarsten Spieler zu erkennen.

Im beruflichen Alltag zeigen sich ähnliche Situationen: Es ist bekannt, dass geeignete Rahmenbedingungen für die Mitarbeitermotivation, die Identifikation mit Job und Arbeitgeber, überaus wichtig sind. Der eine Mitarbeiter fühlt sich im Einzelbüro wohler, der andere im Gruppenbüro. Manchem Mitarbeiter bedeutet Ordnung oder Status mehr als anderen Teamkollegen. Psychosomatisch bedingte Krankheiten, Fehlzeiten und Minderleistungen sind für Unternehmen ein großes Problem.

Erfolg durch individuelle Führungsmotivation
Bei der Definition der persönlichen Ziele oder in der Personalentwicklung liegt der Fokus häufig auf der Weiterentwicklung fachlicher Fähigkeiten. Das Wollen und das Warum, also die motivationale Grundstruktur eines Menschen, wird oft vernachlässigt. Und ist es nicht auch gut zu wissen, ob eine Führungskraft, die führen kann und darf, es auch wirklich will, ob sie Spaß an Führungsarbeit hat?

Hier zeigt sich das Potenzial der Motivationsanalyse, der Kenntnis darüber, was Menschen antreibt. Im Alltag, bei Veränderungsprozessen oder bei der Auswahl neuer Mitarbeiter ist ein Motivprofil des Menschen wie etwa das „Reiss Profile“ (vgl. Grafik) mehr als hilfreich. Es lässt erkennen, ob ein Bewerber ins Team passt, Spaß an der Aufgabe hat, wie er auf Veränderungen reagiert, wie er kommunizieren möchte und wie er idealerweise zu führen ist.

Im Ergebnis wird Führung und Kommunikation leichter und erfolgversprechender. Motivation kann die Produktivität steigern und die Produktqualität verbessern. Die Erfolge im Leistungssport machen dies deutlich.

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Impressum

Titelblatt Svetlana Kilian

Cartoons Karsten Schley, toonpool.com GmbH; Antonia Frebel

Fotos BioRiver e. V.; NUK e. V.; Heinz Bettmann; Konrad Beikircher; steps2startup; RTZ Köln GmbH; Reiss Profile Germany GmbH; Alfred J. Hahnenkamp, Gerd Altmann, Gerd Altmann/metalmarious, pixelio.de; Christopher Götz; Brain Agents; Clemens Hess; Biotechnische Studenteninitiative; Thomas Woite; Birgitta Petershagen; ESA, D. Baumbach; DLR

Grafiken Heinz Bettmann, RTZ Köln GmbH; Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie; Life’s’cool

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