Liebe RheinZeiger-Leser

Jetzt startet sie, die Digitalisierung dieser Welt. Ja, Sie fragen sich nun sicher und mit Recht: Startet? Das läuft doch schon längst. Die Frage könnte sein: Wo läuft es denn hin? Richtig. Ich stimme Ihnen voll und ausdrücklich zu.
Der Reihe nach. Die „Digitale Welt“, wir kennen sie: Online einkaufen kann man ständig, überall und einfach auf der Couch. Und natürlich: Die Steuererklärung mit Elster funktioniert mittlerweile auch halbwegs – und wie alles andere auch papierlos. Aber demnächst sollen ja der Mittelstand und insbesondere auch die Handwerksbetriebe digital unterwegs und somit wettbewerbsfähig sein. Ich hoffe, dass dies besser gelingt als mit dem Selbstfahrerauto Tesla. Die Fertigung von Produkten, automatisch per 3D-Drucker gefertigte Ersatzteile, der Handel mit allem und jedem im Internet, der Maßanzug von digitalen „Rundum-Portraitfoto“, alles machbar. Damit verbunden der Wechsel des Geschäftsmodells ganz nach Lust und Laune (?).
Einkaufen ist heutzutage für Verbraucher und für Unternehmen „Mainstream“ (Was für ein Begriff!). Auch im B2B-Bereich werden E-Business-Plattformen nach und nach Standard. Bei den Möglichkeiten, die Webseiten, Online-Shops und Social-Media bieten, ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten und die passenden Tools und Trends für das eigene Geschäft zu finden. Marketing-, Verkaufs- oder Geschäftsprozesse sollten digitalisiert werden. Wie erreicht man neue Kunden, überregionale Sichtbarkeit und optimiert gleichzeitig die betrieblichen Abläufe? Und bezahlen? Kein Thema – mit Bitcoins (vgl. Seite 41).
Wie verändert sich die Arbeitswelt durch die digitale Transformation? Vom Recruiting über interne Arbeitsabläufe, eine veränderte Unternehmenskultur bis zum Entstehen von neuen Berufen, internationaler Vernetzung und „always on“ – viele kontrovers zu diskutierende Themen ranken sich um die „digitale Arbeit“. Home Office – neu definiert.
Datensicherheit: Der Trojaner „Locky“ hat jüngst wieder gezeigt: Cybersecurity ist ein Thema, mit dem sich jeder auseinandersetzen muss. Welche Sicherheitsrisiken ergeben sich durch die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und wie kann man seine IT-Architektur noch besser schützen? Ich darf anmerken: Schön, dass Sicherheitsgedanken wieder da sind. Im Facebook-Zeitalter gewann man schon das Gefühl, die Menschen hätten den Sinn für Datensicherheit verloren.
Die Trends sind klar: Apps, Content Marketing, Internet of Things oder Wearables: Das sind die großen Trends. Auf der Cebit redete man von „d!conomy“ – man sieht, wie disruptiv allein das Wort schon ist – und meinte damit, wie umfassend das „Digitale“ auf Wirtschaft und Gesellschaft einwirkt. Wie lebt, wie funktioniert eine digitalisierte Gesellschaft? Apps kommen, Apps gehen. Was ist Fortschritt? Was ist gut für den Menschen? „Digitale Trends“ – ein wunderbares Thema für das Volk der Dichter und (visionären) Denker…
Nur diese Frage beschäftigt mich: Warum werden Design-Unternehmen immer öfter angefragt, Dinge mit
neuer Haptik für den Gebrauch durch Menschen zu erfinden?
Willkommen im Leben 4.0!
Liebe RheinZeiger-Leser
Ihr Heinz Bettmann | Geschäftsführer des RTZ

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