Liebe RheinZeiger-Leser

Was sind das eigentlich für Zeiten? Alle reden über Gründung. Oder auch nicht: Liest man die diversen Monitore zum Gründungsgeschehen in Deutschland, und derer gibt es viele, ist Gründung derzeit ja wohl ziemlich out. Von dramatischen Rückgängen ist da die Rede. Seit Jahren war die Gründerquote nicht so niedrig. Als Grund wird die florierende Wirtschaft genannt. Klingt interessant, aber ist das so? Geht es uns nun also gut oder schlecht?

Alle reden aber auch über Digitalisierung. Und hier verzeichnet man gerade sehr viel (Gründungs-) Aktivität allüberall. In NRW kümmern sich eine Reihe von Digital Hubs um die Zukunft, also um die Digitalisierung des Mittelstandes. Jüngst konnte man in einem Magazin von AirBerlin lesen, dass Berlin die „Spielwiese für Gründer“ ist und nun im weltweiten Ranking der besten Gründerstädte auf Rang 7 vorgerückt ist. Darf man
gratulieren? Und dann diese FinTechs – deren Zahl verdoppelt sich nahazu jährlich.

Nun sind wir hier in Köln. Und hier gibt es auch ein Gründerökosystem. Aber keine Spielwiese für Gründer? Doch! Mindestens eine. Hier gibt es unzählige Coworking Spaces, hier gibt es Start-Up-Zentren, hier gibt es den Digital Hub Cologne, und hier gibt es die StartupCon, eine der etwas größeren Gründerkonferenzen. Seit 20 Jahren mobilisiert das Neue Unternehmertum Rheinland zahllose Start-ups, die durchaus von sich reden machen. Und seit kurzem gibt es hier auch das InsurLab Germany. Zur StartupCon: Da haben wir die große Gründerkonferenz hier in Köln und die Menschen, die mit Leidenschaft diesen Event weiter nach vorne bringen wollen. Wo ist das „Hurra!“, das mitreißende Engagement der Gründerräume? Wo ist hier Disruption sichtbar? Hat die Szene überhaupt eine Vision, zu sich selbst oder zum Gründerökosystem Köln?

Es ist sicher unwichtig, wo Köln im weltweiten Ranking steht. Wir müssen hier keinen Wettlauf veranstalten.
Aber das Fähnchen des Unternehmertums, das sollten wir aufrecht halten. Wir leben in dieser Metropole, wir
verfügen über Kultur und Kreativität, wir entwickeln innovative Ideen, wir haben Netzwerke, und wir haben
zahlreiche Start-Ups – digitale, analoge, nachhaltige und viele andere, die mit Kreativität und Begeisterung ans Werk gehen. Es sind schier unzählige Argumente, die für dieses Gründerökosystem sprechen. Viele gute und innovative Ideen gibt es in dieser Metropole. Und diese Ideen haben Potenzial den Markt zu erobern, die Welt wirklich weiter zu entwickeln. Start it easy in Cologne!

Liebe RheinZeiger-Leser
Ihr Heinz Bettmann | Geschäftsführer des RTZ

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