April 2018 | Ausgabe 31

Gründen ist hip, Gründungsaktivitäten gibt es zahlreich. Sagt man. Unzählige Initiativen und Vereine organisieren Wettbewerbe in allen Regionen. Zumindest den Rheinländern ist der jährliche spannende Wettbewerb von NUK gut bekannt.

Die Gründungsaktivitäten werden immer wieder analysiert. In den alljährlich neu erscheinenden Monitoren kann man dann die neuesten Zahlen finden – und deren in schöne Worte gefassten Bewertungen. Wir vom RheinZeiger verfolgen diese Befragungen und Monitore seit vielen Jahren. Wir durften einen wahren Hype erleben, damals als der erste RheinZeiger erschien. Da lagen die Gründerzahlen in Deutschland bei rund 1,2 Millionen pro Jahr. 14 Jahre

Später in 2016 lagen die Gründerzahlen bei gerade einmal 700.000; für 2017 darf man kaum noch 600.000 erwarten.

Für die Gründerszene in Köln sind wahrscheinlich zwei Meldungen von mehr oder weniger großer Bedeutung:

  1. Die Gründerzahlen gehen seit vielen Jahren zurück. In diesem Jahr erreichen sie erneut einen „dramatischen“ Tiefstand, wie man in diversen Quellen lesen kann. Nicht so in Köln! Richtig ist, dass die Zahl der Gründerräume hier rapide zunimmt.
  2. Städte und Regionen wetteifern um einen möglichst hohen Rang bei der Kür um die beste Gründerregion national und international. Auch Köln möchte endlich aufsteigen und unter den TOP 10 der besten Gründerregionen, besser noch der besten Gründerstädte landen (zu Rankings vgl. Seite 5).

Was machen wir nun mit diesen Informationen? Was machen wir, wenn Köln nun doch nicht unter den TOP 10 zu finden ist? Ranking hin, Ranking her. Köln hat ein starkes Potenzial, und interessant und bekannt zu sein als Standort für Innovationen ist vorteilhaft. Also: Reden, Networking ist angesagt.

Köln könnte DIE Start-Up-Drehscheibe sein. Hier tummeln sich nahezu 1000 Start-ups in den zahlreichen Gründerräumen. Da ist der Digital Hub Cologne und fährt sein tolles Programm. Die Entwickler-Akademie geht im RTZ an den Start. Eine der größten Gründerkonferenzen Europas, die StartupCon, hat ihren Standort in Köln.

Wo sind die Follower? Wo ist die gute und entschlossene Kommunikation, auch und gerade zum Mittelstand?

Wo ist das WIR?

Mein Plädoyer: Gemeinsam sind wir stark. Das gilt. Auch in der Gründerszene. Hier ist alles vorhanden, was zu einem starken Gründerökosystem gehört: Vernetzungspotenzial, Wirtschaftspotenzial und auch Potenzial fürs Ranking. Hier ist unglaublich viel Potenzial. „Gemeinsam sind wir stark.“ Das gilt. Noch immer.

Ihr Heinz Bettmann | Geschäftsführer des RTZ

 

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