Nachhaltiges Unternehmertum

„Grüne Wirtschaft“ als Gründugsantrieb

Energiewende, Klimawandel oder auch steigende Rohstoffpreise sind immer mehr Herausforderungen unsere Zeit. Hier sind Unternehmen als Pioniere des Wandels gefragt, und so bieten sich hier auch ganz neue Perspektiven für Existenzgründer. Die wiederum finden hervorragende Unterstützung durch den KUER-Gründerwettbewerb in Essen/Ruhrgebiet.

Green Economy: Der Begriff wurde bereits Ende der 80er Jahre geprägt. Er bezeichnet eine Wirtschaftsweise, die die natürlichen Grundlagen des Wirtschaftens, wie Ressourcen, Klima, natürliches Ökosystem, erhalten möchte. Ziel ist ein Wohlergehen des Menschen im Rahmen der „ökologischen Tragekapazitäten der Erde“ und die Sicherstellung der natürlichen Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen.

Ein hehrer Anspruch? Vorbei an den wirtschaftlichen Notwendigkeiten modernen Unternehmertums? Durchaus nicht. Unternehmertum ist doch kreatives Lösungsfinden, die Ausschöpfung von Chancen, das effektive Umsetzen von Innovationen. Dies funktioniert nachweislich auch unter den Prinzipien der Nachhaltigkeit. In den letzten acht Jahren gab es über 170.000 „grüne Gründungen“ in Deutschland (rund 14 % aller Gründungen).

Die Produkte aus dem Bereich der Green Economy finden seit Jahren immer mehr Kunden; nicht nur die Atom-Katastrophe in Japan hat dazu beigetragen. Die Nachfrage nach Strom aus erneuerbaren Quellen ist deutlich gestiegen (in 2014 lag der Anteil bei fast 12 %), der Umsatz von Bioprodukten erreichte 2014 fast 8 Mrd. EUR oder rund 5 %. Viele Gründer folgen diesem Trend; die Gründung entsprechender Initiativen ist die logische Folge.

Gründerinitiative StartUp4Climate

Gemeinsam mit dem Borderstep Institut in Berlin und der Universität Oldenburg hat der ADT Bundesverband der Innovations-, Technologie- und Gründerzentren (ITGZ) die Initiative StartUp4Climate gegründet. Sie setzt auf die konsequente Ausrichtung der Gründungsförderung auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Ihr gezielter Schwerpunkt im Gründungsbereich erschließt wirtschaftliche Chancen und eröffnet einen neuen Ansatz zur Emissionsminderung und Ressourceneffizienz. Dank der Förderung durch das Bundesumweltministerium ist StartUp4Climate die weltweit erste nationale Gründerinitiative für eine umweltschonende Wirtschaft.

Die ITGZ sind auch hier wichtige Anlaufstellen und Knotenpunkte für Unternehmensgründungen. StartUp4Climate wird mit ihnen durch innovative und systematische Ansätze neue Gründungsanreize entwickeln, neue Instrumente der Gründungsplanung erproben, Maßnahmen der Information, Qualifizierung und Beratung durchführen und ein umfassendes Netzwerk klimafreundlicher und nachhaltigkeitsorientierter Gründungen initiieren.

ADT-Arbeitsgruppe “Green Economy”

Unter dem Dach des ADT-Bundesverbandes haben sich Anfang 2014 etwa 20 ITGZ zusammengeschlossen, um ein bundesweites Kompetenznetz von Zentren mit Schwerpunkten im Bereich von Green Economy und Klimaschutz aufzubauen. Damit will die AG Green Economy dazu beitragen, die Rahmenbedingungen und die Infrastruktur für grüne Gründungen zu verbessern und spezielle Kompetenzen und Standards für „Green Economy-Center“ zu entwickeln.

 

Startfoto: @ Antonia Frebel

Drucken Drucken