Neue Perspektiven des Bio Campus Cologne

Parks und Zentren für Zukunftstechnologien in Köln

Der Technologiestandort BioCampus Cologne (BCC) ist vielen bekannt, wir schreiben immer wieder über diesen Technologiepark. Der RheinZeiger beschäftigt sich auch häufig mit dem Rechtsrheinischen Technologie- und Gründerzentrum RTZ in Köln. Das Jahr 2020 ist ein besonderes Jahr für beide Standorte. Während der BCC in diesem Jahr 18 Jahre alt wird, gibt es das RTZ inzwischen schon fast 22 Jahre. Nun wird kaum ein 40-jähriges Jubiläum gefeiert, aber beide Standorte verbindet so einiges.

Es war Silvester 1999 als ein neu gegründetes BiotechnikUnternehmen als das erste seiner Art Räume im RTZ bezog. Das Startup Amaxa kündigte an, schnell wachsen zu wollen, nach zwei Jahren bei 80 Beschäftigten zu sein. Der Geschäftsführer des RTZ nahm dies heimlich lächelnd zur Kenntnis, dachte sich aber, dass man ihm ein solch dynamisches Wachstum erst einmal beweisen müsse.

Zwei Jahre gingen ins Land, und nun war die Suche nach neuen Räumlichkeiten für Amaxa plötzlich dringend. Amaxa war bei 86 Beschäftigten angekommen, und das RTZ musste nun aktiv werden, um seinen Auftrag zu erfüllen, Köln zu einem Life-Science-Standort zu entwickeln. Die Suche eines neuen Standortes gelang mit Hilfe der Sparkasse KölnBonn (damals Stadtsparkasse Köln). Es wurde die Betreibergesellschaft des „BioCampus Cologne“ gegründet.

Als Standort konnte ein großer Teil des gen Unternehmens Nattermann in Bocklemünd gekauft werden. Eröffnung war 2002, und seitdem kann man in der Dunkelheit das große Logo am markanten Eingangstower des BioCampus leuchten sehen. Als erster Mieter zog das Biotechnik-Unternehmen Amaxa aus dem RTZ kommend im Frühjahr 2002 in den Tower ein. Hier hatte man mit Hochdruck viele Räume zu Laboren und modernen Büros umgebaut. Biotechnologie ist kein Fremdwort Auf diesem Gelände war Biotechnologie kein Fremdwort. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte sich das Unternehmen Nattermann mit der Erforschung, Entwicklung und Herstellung pflanzlicher Arzneimittel beschäftigt. Nattermann wurde zu einem der größten Arzneimittelhersteller in Deutschland, und wurde schließlich 1965 ein neues Werksgelände in der Nattermannallee 1 aufgebaut.

Die weitere Geschichte zeigt viele Erfolge, aber auch den Verkauf des Unternehmens, und heute gehört das Unternehmen zu Sanofi. Ein großer Teil des Geländes einschließlich des markanten Verwaltungs-Towers wurde im April 2002 durch die BioCampus Cologne-Gesellschaft übernommen.

In der Folgezeit entwickelte sich der BioCampus weiter. Derzeit haben 35 Hightech-Unternehmen ihren Standort in diesem Park, rund 1.200 Beschäftigte arbeiten an den Zukunftstechnologien. Immer wieder ist der BioCampus Treffpunkt bei hochkarätigen Veranstaltungen, etwa der Tagung „Zukunft durch Innovation“, bei der im Juli 2013 rund 150 Besucher die Frage diskutierten, wie sich Innovationen wirtschaftlich erfolgreich umsetzen lassen.

Im gleichen Monat trat mit André van Hall der neue Campus-Manager sein Amt an. Als Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung hatte er die Aufgabe, den Technologiepark weiterzuentwickeln. Im April 2015 traf sich die die deutsche Biotechnologiebranche zu ihrem jährlichen nationalen Netzwerktreffen, den „Deutschen Biotechnologietagen“, in Köln. Rund 860 Besucher konnten sich bei diesem Kongress über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Biotechnik informieren.

Das lokale Netzwerk BioCologne hatte am Rande der Biotechnologietage zu einem Event der Extraklasse geladen. Die Besucher durften beim spannenden Versuch einer Synergie von Kultur und Biotechnik dabei sein. RTZ und BCC hatten einen mit 5.000 Euro dotierten Kleinkunstpreis ausgelobt. Die Besucher konnten außer der Preisverleihung einem überragenden Auftritt von Ulan & Bator erleben.

Networking ist Zukunft – gemeinsam ist man stark Die Kooperation von BCC und RTZ besteht nun seit gut 18 Jahren. Da ist viel zusammengewachsen. Beide Standorte sind immer wieder gemeinsam für Köln auf Tagungen, Kongressen und Messen vertreten. Das RTZ unterstütze den BioCampus immer bei der Entwicklung seiner Räume, Räume für High-Tech-Unternehmen aller Zukunftsbranchen. Der BioCampus ist Teil des Kölner Startup-Ökosystems und ist selbst auch ein eigenes Ökosystem. Hier ist Raum für Synergien, wo sich Wissen, Technologie und Unternehmergeist bündelt. In guter Nachbarschaft leben Marktführer mit innovativen Startups und ambitionierten Mittelständlern zusammen. Da ist Raum für Weite, denn hier lassen sich Expansionen ebenso gestalten wir die Entwicklung neuer Geschäftsfelder. Und da ist Raum für Innovationen, denn die technologieoffene Diversität ermöglicht viele interdisziplinäre Kooperationen. Die Zusammenarbeit von RTZ und BioCampus soll in der Zukunft noch weiter vertieft werden. Beim RTZ geht der bisherige Geschäftsführer, Dr. Heinz Bettmann, Ende September 2020 nach 22 Jahren, pardon, wir sind in Köln, nach zwei Mal elf Jahren in den Ruhestand. Was lag näher, als beide Standorte nun unter eine gemeinsame Geschäftsführung zu stellen.

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