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Neues aus dem BVIZ

Bundesverband der Innovations-, Technologie- und Gründerzentren
Interview mit dem Präsidenten, Dr. Bertram Dressel

Der BVIZ – der Bundesverband der deutschen Innovations-, Technologie- und Gründerzentren – wurde bereits 1988 gegründet. Der Verband verfolgt das Ziel, Technologietransfer und Innovation sowie Unternehmensgründungen und -entwicklungen zu unterstützen. Kompetenz und Leistungsfähigkeit der Technologie- und Gründerzentren werden in der Öffentlichkeit dargestellt. Der BVIZ trägt überdies dazu bei, dass Deutschland auch in Zukunft ein Hochtechnologieland mit innovativen Produkten und Unternehmen bleibt.

Herr Dr. Dressel, der BVIZ feierte gerade sein 30-jähriges Jubiläum. Was sind die Themen eines solchen Verbandes nach 30 Jahren?
Wir leben in einer Zeit vieler Umbrüche. Das ist für Innovationszentren durchaus von Vorteil, denn Umbrüche führen immer auch zu Innovationen. Insofern liefern die aktuellen Herausforderungen viele Chancen für Gründer, unsere Welt und unser Leben besser zu gestalten. Aber nicht jede neue Geschäftsidee ist auch wirklich eine Bereicherung. Wir wollen da schon kritisch hinterfragen, welchen Vorteil neue Ideen haben und ob politisch motivierte Lösungsansätze, insbesondere wenn sie nicht technologieoffen sind, tatsächlich die richtigen Lösungen implizieren. Abgasskandal und E-Mobilität sind aktuelle Beispiele dafür, dass das eigentliche Ziel, möglichst umweltverträglich von A nach B zu gelangen, aus den Augen verloren wurde.

Wenn Sie die Mission des Verbandes sehen, wie lässt sich da die Rolle oder Aufgabe des BVIZ im Wirtschaftsleben beschreiben?
Unsere Mitglieder sind ganz wesentliche Elemente der Wirtschaftsförderung. Wir betreuen viele der Startups, die heute etwa beim Prozess der Digitalisierung mittelständischer Unternehmen dringend gesucht werden. Wir unterstützen Technologiegründer bei der Suche nach Investoren und Partnern. Nicht zuletzt sind wir für die kreativen Köpfe dieses Landes die Sparringspartner bei der Markteinführung neuer Technologien.

Worauf basiert das Know How und der Erfolg des Verbandes und seiner Mitglieder?
Wir arbeiten mit vielen Experten zusammen. Jedes Jahr treffen sich unsere Mitglieder auf der Jahrestagung und informieren sich in Foren und Seminaren über aktuelle Trends und Entwicklungen, auch über Werkzeuge für das Coaching und Training von Gründerpersonen. Wir besuchen (Biotechnik-) Zentren in anderen Ländern und wir tauschen uns natürlich mit der Wissenschaft und der Politik aus. Auch das Miteinander der Startups in unseren Zentren ist ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Wie sehen Sie die Zukunft des BVIZ, die Zukunft der Technologie- und Gründerzentren?
Der BVIZ wird auch zukünftig die zunehmend vielschichtiger werdende Landschaft der Gründungsunterstützer vertreten und mit Know How versorgen. Unsere Mitglieder wirken als Scharnier zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Sie fördern den Aufbau neuer Unternehmen ebenso wie die Einführung neuer Technologien. Hier verfügen wir über 30 Jahre intensive Erfahrung. Natürlich müssen auch wir in nächster Zeit einen Generationswechsel vollziehen, der sich in den Führungsetagen unserer Mitglieder einstellt. Hier besteht eine Hauptaufgabe darin, die Qualität der Gründungsberatung auch für die Zukunft sicherzustellen.

Herr Dr. Dressel, wir bedanken uns für das Gespräch!