September 2018 / Ausgabe 32

Die Gründerszene in Köln ist in Bewegung.
Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man die Szene beobachtet. Da gibt es wieder die große Gründerkonferenz StartupCon mit bis zu 500 Start-ups. Wenige Tage zuvor findet die DEMEXCO statt, und dort findet man die Startup Village mit rund 200 Startups; die, wie es heißt, Unternehmergeneration von morgen. Hinter uns liegt der Gründertag Köln, bei dem sich über 500 Start-ups Tipps und Informationen holten, um das eigene Unternehmen weiter aufzubauen. Dies sind nur einige Beispiele. Bei allen diesen Veranstaltungen geht es um Networking, um Kooperationen, um Business.

Und das alles will in Bewegung gehalten werden. Nicht nur deshalb gründete die Stadt Köln die Startup Unit Cologne. Deren Ziel ist die nachhaltige – und auch internationale – Stärkung des Gründerökosystems Köln. Und dies ist nicht ganz unwichtig, stellt uns die Zukunft mit Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit
durchaus vor große Herausforderungen.
Und dann ist da der Wettbewerb mit anderen Gründerregionen. Das der aber eher zweitrangig ist, haben wir schon öfter festgestellt. Wichtig ist, dass die Gründerszene in Köln gut und aktiv ist – und die mehr als 50 Gründerräume in Köln zeigen, wie aktiv sie ist. Wichtig ist aber auch, dass wir darüber reden. Es ist wie immer die Kommunikation, die dafür sorgt, dass die Botschaft ankommt. Gründer wissen das. Man darf gerne fragen, welche Botschaft bei wem ankommen muss. Derzeit sind die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit aktuell. Wer soll unsere Botschaft dazu hören? Und vor allem verstehen? Horcht man in die Unternehmer-Szene hinein, spürt man, wie berechtigt diese Frage ist. Im Gespräch etwa mit Handwerksbetrieben und anderen Mittelständlern, die oft seit vielen Jahren erfolgreich sind, zeigt sich nicht immer Verständnis für „diese seltsame Sprache der digitalen Welt“. Viele bevorzugen vielleicht eher die klare deutsche Ausdrucksweise. Auch Unternehmer wissen: Die Zukunft – und damit das Geschäft – entwickelt sich so, wie wir sie gestalten. Also muss man sich mit den Themen der Zeit beschäftigen, Trends hinterfragen. Und da sind wir wieder bei der Kommunikation. Kommunikation vermittelt Kontakte und ermöglicht Kooperationen. Gut, dass es nun den
Startup- Leitfaden Köln in neuer Auflage gibt. Dieses Nachschlagewerk steht für Kommunikation. Und es verbindet – hoffentlich – die Welt der Start-ups mit der Welt der Mittelständler.

Ich möchte hier an den Gemeinschaftssinn, an das Miteinander appellieren und zur Kommunikation aufrufen.
Es ist einfach ein tolles Gefühl festzustellen: Gut, dass wir darüber geredet haben.

Ihr Heinz Bettmann | Geschäftsführer des RTZ

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