Wichtige Versicherungen für Unternehmer

In vielen Köpfen von Existenzgründern hält sich ein Vorsatz seit Jahren hartnäckig. „Ich versichere mich, sobald ich genug verdiene“. Es zeigt sich jedoch bei langjährigen Selbstständigen, dass dieser Zeitpunkt bei vielen bis heute nicht gekommen ist. Damit aber leben viele Selbstständige viel zu lange ohne soziale Absicherung. Es drohen niedrige Renten und hohe Gesundheitskosten. Oft stehen für Existenzgründer Themen wie Darlehen, Verdienst, Aufträge, etc. lange im Vordergrund. Die Vorsorge für das Rentenalter oder für den Krankheitsfall ist allzu häufig kein Thema – leider.

 

Nach einer Schätzung der Deutschen Industrie- und Handelskammern haben 1,8 Millionen Selbstständige keine obligatorische Rentenversicherung. Grundsätzlich sind Selbstständige nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert, einige wenige Berufsbranchen ausgenommen. Existenzgründer haben, ausgerichtet auf ihre Ziele und Wünsche, verschiedene Möglichkeiten ihre Vorsorge aufzubauen. Die Wahl der richtigen Vorsorge ist immer eine individuelle Entscheidung und sollte passend zu Lebenssituation und Einkommen getroffen werden. An dieser Stelle und auch im Hinblick auf die persönliche Lebens- und Einkommenssituation lohnt sich die Abwägung, ob eine Berufsunfähigkeitsabsicherung integriert werden kann, um von steuerlichen Vorteilen zu profitieren. Eine andere Möglichkeit bietet die selbständige Berufsunfähigkeitsabsicherung, um das Einkommen zu schützen. Die richtige Wahl des Anbieters ist gerade bei dieser Absicherungsform im Leistungsfall ausschlaggebend. Hier ist es wichtig, sich im Vorfeld intensiv mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter auseinander zu setzen.

 

Neben dem Bereich der Altersvorsorge und der Berufsunfähigkeitsabsicherung gibt es bei der Wahl der richtigen Krankenversicherung viele Themen zu berücksichtigen, wie beispielsweise Familienplanung oder steigende Kosten im Alter. Auch hier ist fachmännischer Rat unumgänglich. Existenzgründer sind verpflichtet, sich entweder über eine gesetzliche oder über eine private Krankenversicherung abzusichern. Wichtig ist, dass die Versicherungsleistungen alle wichtigen Lebenshaltungskosten umfassen. Wird ein Selbstständiger krank, verdient er in der Regel kein Geld mehr. Jetzt muss der Verdienstausfall über die Krankenversicherung gedeckt sein. Dieses etwa wird in Form des Krankentagegeldes gesichert. Die Pflegepflichtversicherung ist, unabhängig davon ob man sich gesetzlich oder privat versichert, immer Bestandteil des Vertrages.

 

Neben der persönlichen Absicherung sollte auch auf eine ausreichende Absicherung durch eine Berufs- und/oder Betriebshaftpflichtversicherung geachtet werden. Jeder, der sich selbständig macht, ist bei der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Die betriebliche Haftpflichtversicherung deckt die Haftpflichtrisiken von Gewerbetreibenden, industriellen Unternehmen, Freiberuflern und Handwerkern ab. Der Versicherungsschutz umfasst die Freistellung des Versicherungsnehmers von begründeten gesetzlichen Ansprüchen Dritter auf Schadenersatz. Weiterhin gehört die Prüfung, ob ein an den Versicherungsnehmer gestellter Anspruch begründet ist und auch die Abwehr unbegründeter Haftpflichtansprüchen zu den Leistungen einer Haftpflichtversicherung.

 

Dipl.-Kaufmann Frank Beumer

Partnerunternehmer für die HORBACH Finanzplanung für Akademiker

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