20 Jahre RTZ in Köln

Das Technologie- und Gründerzentrum auf dem Hagen-Campus feiert sein zwei jahrzehntelanges Bestehen

In Humboldt-Gremberg zwischen Rolshover Straße, Gottfried-Hagen-Straße und Lüderichstraße, auf dem ehemaligen Gelände der Gottfried Hagen Batterie-Fabrik, steht das Technologie- und Gründerzentrum RTZ. Seit 1999 starten hier junge Technologieunternehmen in den Markt – bis heute ca. 300. Und auf dem „Hagen-Campus“, wie dieser Technologiepark heute genannt wird, sind inzwischen rund 100 Unternehmen in neuen modernen Gebäuden angesiedelt.

Im Rahmen einer Jubiläumsfeier trafen sich am 8. Mai 2019 rund 170 Personen, um eine kleine Bilanz zu ziehen und über Gründung in der Zukunft zu diskutieren. Ganz nach dem Motto: 100 Jahre Technologiestandort – 20 Jahre RTZ – Innovationen damals wie heute

Gründerunterstützung

Das RTZ engagiert sich seit 20 Jahren im rechtsrheinischen Köln beim Strukturwandel, in der Gründerszene, an Schulen und Hochschulen, beim Aufbau zukunftsweisender Technologiebranchen in Köln. Zum Engagement gehört auch die Mitwirkung bei den Aktivitäten des „Neuen Unternehmertums Rheinland“ (NUK), des „hochschulgründernetz cologne“ (hgnc), des Vereins Pro Ruhrgebiet mit seinen Businessplanwettbewerben zur Medizintechnik und zur Nachhaltigkeit. Der Verein zur Förderung der rechtsrheinischen gewerblichen Wirtschaft Köln e. V. (vfw Köln rechtsrheinisch) unterstützt als Gesellschafter des RTZ dessen Arbeit. Ein wesentlicher Beitrag des vfw Köln rechtsrheinisch ist die wirtschaftliche Trägerschaft des Gründermagazins Rheinzeiger.  

Und weil das Networking so ungeheuer wichtig ist, wurden Formate wie beispielsweise die „Kalker Tafelrunde“ entwickelt. Und natürlich ist das RTZ stets bei den jährlichen Gründerkonferenzen, dem „Gründertag Köln“ oder der „StartupCon“ vertreten. Oder auch bei den großen Events im Life Science Bereich wie den Deutschen Biotechnologietagen.

Die Kalker Tafelrunde

In lockerer Frühstücks-Atmosphäre tauschen sich im RTZ seit Jahren Startups, erfahrene Manager und Investoren über ihre Ideen und Erfahrungen aus, formen neue Interessensgemeinschaften. Im Gespräch finden sich Synergien, ein „push & pull“ von Innovationen, ein B2B „privatissime“. Die Kalker Tafelrunde tagt 4 Mal jährlich, immer mittwochs, immer um halb neun im RTZ in Kalk. So fördern wir Small Talk, Gründertalk, Networking. So entwickeln wir Geschäftsmodelle und schmieden Visionen. So werden Ideen zu Unternehmen geformt.

Jubiläumsfeier am 8. Mai 2019

Das Engagement des RTZ hatte nach 20 Jahren eine Jubiläumsfeier verdient. Was also lag näher, als eine „ Kalker Tafelrunde Spezial“ zu veranstalten – eine Art Meeting vieler Heinzelmännchen, die zu Gründung und Erfolg des RTZ beigetragen haben. So entstand das Event „20 Jahre RTZ in Köln“. Das Haus war voll. Rund 170 Gäste fanden sich beim Jubiläum „20 Jahre RTZ in Köln“ ein – um zu gratulieren, feiern, diskutieren und netzwerken. Die Oberbürgermeisterin lobte die Arbeit des RTZ ebenso wie Wolfgang Clement, der beim Bau des RTZ den ersten Spatenstich vornahm. Dr. Michael Henze überbrachte Grüße von Minister Pinkwart und stellte das Thema Gründung in den Mittelpunkt seiner Rede. Konrad Beikircher sprach sein „Grußwort“ auf eigene Weise und philosophierte über Heinzelmännchen im rechtsrheinischen Köln. Das RTZ sagt DANKE – allen, die für Organisation, Catering, Service und einen reibungslosen Ablauf sorgten, allen, die dabei waren, allen Mitwirkenden in der Diskussion, Tom Hegermann für die exzellente Moderation und Daniel Opoku für wunderbare Fotos. 

Heinz Bettmann und sein Team konnten zum Jubiläum zahlreiche Menschen begrüßen, die das RTZ in den 20 Jahren begleitet haben. Die „Gründerväter“ des RTZ waren ebenso anwesend wie viele Startups mit Ursprung im RTZ oder die die Unterstützung durch des RTZ genossen haben. Auch viele Kolleginnen und Kollegen aus der „Szene der Gründerräume“ waren anwesend. Ein Bilderreigen via Beamer- Präsentation schlug einen Bogen von der Gründung des RTZ auf dem ehemaligen Gelände der Hagen-Batterie- Fabrik bis zur vollständigen Neubesiedlung des „Hagen- Campus“ mit zahlreichen innovativen Unternehmen.

Dabei wurde das Wesen des Strukturwandels selbst ebenso beleuchtet wie dessen Auswirkung auf das Wirtschaftsgefüge und das Leben der Menschen in dieser Region. In dieser hochkarätig besetzten Diskussionsrunde über die Innovationen von morgen waren auch Vertreter der Gründerszene dabei. Zur Runde gehörten außer (von links) Dr. Sandra von Möller, Wolfgang Clement und Dr. Michael Henze auch Dr. Gerold Kreuter, Vizepräsident des Bundesverbandes der Innovations-, Technologie- und Gründerzentren, Marco Sowa-Israel vom Startup Vilusio aus dem  RTZ, das sich mit Virtual Reality beschäftigt und Dr. Frank Kensy vom Startup b.fab, dem jüngsten Bioökonomie-Unternehmen im RTZ. Ganz rechts der Moderator, Tom Hegermann. Es wurde rege diskutiert. Über Innovationen und deren Akzeptanz. Über den Aufbau neuer Unternehmen und deren Finanzierungsmöglichkeiten. Über Startups und Gründer, über Digitalisierung und Nachhaltigkeit, über das was war und das was kommt, über die Welt von morgen.

Es war eine gute Diskussion. Die Zuhörer lauschten gebannt den Aussagen der Politiker und der UnternehmerInnen. Manches Statement, manche Bedarfsoffenbarung löste deutlichen Beifall aus. Nach der einstündigen Diskussion lud das RTZ zum Get together bei Fingerfood und regional-typischen Getränken ein. Die Gespräche dauerten noch lange – unter vier oder mehr Augen wurde geplaudert, hier und da wurden neue Kontakte geknüpft. Die Besucher konnten sich bei den ausstellenden Startups über neue Ideen und Innovationen informieren. Themen wie Digitalisierung, Biotechnik oder Künstliche Intelligenz wurden intensiv „bewegt“. Networking eben: Gut, dass wir darüber geredet haben.  

Bilder Copyright: D. Opoku

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