High-Tech Gründerfonds

Seit 15 Jahren gibt es den Seedinvestor für innovative Technologien und Geschäftsmodelle

Seit 2005 hat der High-Tech Gründerfonds (HTGF) drei Fonds aufgelegt mit einem Gesamtvolumen von rund 900 Millionen Euro. In dieser Zeit wurden fast 600 Startups finanziert, von denen mehr als 100 verkauft wurden. 

Namen wie Grandcentrix, Rigontec oder Amal Therapeutics sind nur einige Exit-Beispiele. In 2020 feiert der HTGF, der seinen Hauptsitz in Bonn hat, sein 15-jähriges Jubiläum. Im Jahr 2005 wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, deren Aufgabe darin bestand, den brachliegenden Markt für Gründungsfinanzierungen wieder zu beleben.

Wenige Jahre nach der geplatzten New Economy Blase – wir erinnern uns – arbeiteten Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums, der Industrie und Branchenexperten das Konzept aus. Zielgruppe waren die Technologiegründer mit signifikantem Wachstumspotenzial. Grundlage sollten rein marktwirtschaftliche Kriterien sein.

Heute, 15 Jahre später zieht der HTGF eine überaus positive Bilanz. In den Jahren 2005, 2011 und 2017 wurden Fonds aufgelegt. Neben dem Bundeswirtschaftsministerium und der KfW Capital beteiligten sich über 40 namhafte Unternehmen an der Finanzierung der Fonds. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf rund 900 Mio. Euro. In fast 600 Startups wurde investiert, rund 110 Exits und Börsengänge konnten realisiert werden. Startups profitieren vom Know-how und von den Erfahrungen des HTGF. Die Investment Managerinnen und Manager sind nicht nur Finanzexperten; viele von ihnen waren selbst Gründer, bringen jahrelange Branchenerfahrung mit oder spezialisiertes Know-how aus der Wissenschaft. Sie alle stehen den Startups als Sparringspartner zur Seite. Und die jungen Unternehmen werden Teil der HTGF-Familie, einem der stärksten Netzwerke im High-Tech-Venture- Bereich. Aus diesem heraus werden sie mit Expertenwissen Wachstum, Kundenakquise, Einstellungen, Co-Investments und Folgefinanzierungen aktiv unterstützt.

Startups können aber auch von Kooperationen mit anderen Unternehmen profitieren. Dr. Alex von Frankenberg, Geschäftsführer des HTGF, sieht darin einen wichtigen Erfolgsfaktor: „Ich glaube stark an die Zusammenarbeit unserer High-Tech-Startups mit der Industrie und dem Mittelstand. Diese erfahrenen Unternehmen bringen viel mit, was Vertriebskanäle, Kundenbeziehungen, Kapital, oder Manpower angeht, aber auch was den Zukunftsmarkt im B2B-Bereich betrifft. Gleichzeitig können etablierte Unternehmen sehr von der Innovationspower unseres Portfolios profitieren.“ Der HTGF investiert in Software, Industrial-Tech, Life Sciences, Chemie und angrenzende Geschäftsfelder. Zu den (ehemaligen) Portfoliounternehmen gehören unter anderem: 6Wunderkinder, MisterSpex, Rigontec, Amal Therapeutics, Next Kraftwerke, Orbital Express (Orbex), Outfittery, IconicLab, Emma, NFON, Immunic, Grancentrix, Kiwigrid. Die Investmentkriterien sind: Das Startup … · genügt dem hohen Technologie- und Innovationsanspruch · ist höchstens drei Jahre alt (Handelsregistereintrag) · hat bisher nicht mehr als 500.000 Euro an Eigenkapital, stillen Beteiligungen oder Wandeldarlehen von anderen Investoren erhalten · hat seinen Hauptsitz oder eine selbstständige Zweigniederlassung in Deutschland. Der HTGF finanziert bis zu einer Million Euro in der Seedrunde – als Leadinvestor, aber auch gerne zusammen mit Partnern. Startups können Finanzierungspartner mitbringen oder der HTGF sucht passende Investoren aus dem eigenen Netzwerk. Beim HTGF gibt es nicht nur das eine Finanzierungsmodell; finanziert wird flexibel, so wie es für das Startup passt.

Dr. Alex von Frankenberg  

www.htgf.de

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