Aktuelles - nicht nur für Startups

Finanzierungsboom bei Startups beendet?

 

Investitionsvolumen bei Startups von 2014 bis 2022 in Millionen Euro.
Investitionsvolumen bei Startups von 2014 bis 2022 in Millionen Euro.

Das Engagement von Investoren bei Startups geht weiter.

 

Finanzierungshoch auch in 2022

 

 

Investitionen in Startups brechen ein.

 

Das klingt dramatisch. Aber genau so konnte man tatsächlich in den letzten Tagen Botschaften lesen. In Zeitungen, Magazinen etc. Ernst & Young kündigte die Botschaft der neuen Studie so an: Rekordjagd vorerst gestoppt: 20 Prozent weniger Investitionen in deutsche Startups. 

 

Jetzt mal ehrlich: In 2021 erhielten Startups über 17 Mrd. Euro. Das war im Vergleich zum besten der vorherigen Jahre (2019) fast die dreifache Menge, ein absoluter Rekord. Wir vom RheinZeiger hatten darüber berichtet. Dieser Rekord ist ohne Frage sehr gut für die Startups. 

 

Aber Einbruch? Warten wir doch das ganze Jahr 2022 einmal ab. Wenn auch im 2. Halbjahr 6 Mrd. fließen, dann liegt dieses Jahr auf Platz 2 hinter dem Rekordjahr und deutlich über dem Jahr 2019 (vgl. Grafik, Quelle E&Y). 

 

Die Startups in Deutschland erhielten auch im ersten Halbjahr 2022 viel Finanzierungskapital. Die neue Studie von Ernst & Young von Juli 2022 zeigt, dass die jungen Unternehmen im letzten Halbjahr rund sechs Milliarden Euro Risikokapital von Investoren erhielten – das ist mehr als im gesamten Jahr 2019.

 

Die Studie aus Januar 2022 hatte den Rekordwert von 2021 ausführlich dargestellt. Jetzt fließt möglicherweise in 2022 weniger Geld. Aber das ist abzuwarten, haben doch erst das  erste Halbajhr 2022 erreicht.Ja, Startups benötigen viel Geld, und deshalb is das Engagement der Investoren in 2021 zu loebn. Aber das gilt auch für 2022, denn der Halbjahreswert ist gerade mal 20 % geringer im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021. Die Startups haben die Chance, in 2022 erneut eine sehr große Geldmenge zu erhalten. Wir hoffen auf weiterhin großes Engagement der Investoren und wünschen allen Startups, dass sie dabei sind. Denn wir können uns nur wiexerholen: Die Startups von heute sind der Mittelstand von morgen - und sie gestalten die, unsere, Zukunft.

 

Die neue Studie von Ernst & Young steht hier zum Download bereit.

 

Sie möchten sich noch intensiver mit der neuen Studie beschäftigen und haben deshalb Interesse an der gesamten Studie?

 

Bitte: Hier ist der Download: ---------------------------->

 

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Finanzierungsboom bei Startups in 2021

 

Studie von Ernst & Young aus Januar 2022.

 

Finanzierung von Startups durch Investoren

Engagement von Investoren bei Startups

 

Finanzierungsboom bei den

 

deutschen Startups in 2021 

 

Die Startups in Deutschland erhielten in 2021 so viel Finanzierungskapital wie nie zuvor. Die neue Studie von Ernst & Young vom 13. Januar 2022 zeigt, dass die jungen Unternehmen im letzten Jahr fast 17,4 Milliarden Euro Risikokapital von Investoren erhielten – das ist mehr als dreimal so viel wie im Corona-Jahr 2020 (5,3 Milliarden). Dabei stieg die Zahl der Finanzierungsrunden um 56 Prozent auf 1.160. 

 

Die Studie zeigt auch, dass die Länder Berlin und Bayern absolut führend sind. So flossen in 2021 insgesamt knapp 10,5 Milliarden Euro nach Berlin – also mehr als die Hälfte des gesamten Dealvolumens. Bei der Anzahl der geförderten Startups liegt Nordrhein-Westfalen auf Platz drei, beim Dealvolumen auf Platz vier.

Investitionsvolumen bei Startups von 2014 bis 2021 in Millionen Euro
Investitionsvolumen bei Startups von 2014 bis 2021 in Millionen Euro

 

Rekordsummen für Startups in 2021

 

Im letzten Jahr floss so viel Investorenkapital an deutsche Startups wie nie zuvor. Die Dealvolumina in den letzten acht Jahre betrugen: 

 

 

Die größten Summen flossen in 2021 an Startups aus den Branchen FinTech/InsurTech (3,8 Milliarden Euro), E-Commerce (3,7), Software & Analytics (3,6), Mobility (2,0), Health (1,3) und Energie (1,3). Der Berliner Lebensmittel-Lieferdienst Gorillas erhielt mit rund 860 Millionen Euro die größte Summe. 

 

(Quelle: EY Startup Barometer 2022, ergänzt)

 

 

 

 

Finanzierungen von Startups in den Bundesländern in 2021
Finanzierungen von Startups in den Bundesländern in 2021 (Quelle: E&Y Januar 2022)

Bei alledem darf man sicher diskutieren, wie denn diese Entwicklung zu interpretieren ist. Seit 2020 ist die Wirtschaft deutlich geprägt und beeinflusst von der Corona-Pandemie. Da sind Faktoren wie Home-Office, Online-Handel, Lieferservice oder auch Finanzgeschäfte – überall wirkt Corona. Aber ist Corona nun nachteilig für die Startups? Jedenfalls ist die Befürchtung, die Corona-Krise könnte Startup-Investitionen ausbremsen, nicht eingetreten. Im Gegenteil, die Entwicklung in 2021 übertrifft die kühnsten Erwartungen. Die Studie zeigt praktisch in allen relevanten Kategorien absolute Höchstwerte. 

 

Corona stärkt innovative (Tech-) Startups?

 

Auch darf hier diskutiert werden, ob denn diese Entwicklung (insbesondere die extrem hohe Investitionssumme in 2021) positiv zu werten ist. Die Jahre 2014 bis 2020 zeigen eine Entwicklung auf. Ist das Jahr 2021 da eher ein Ausreißer? Sind die sechs „führenden“ Branchen die Zukunftsbranchen schlechthin? „Diese Unternehmen sind häufig hoch innovativ und haben vielfach das Potenzial, mit ihren Lösungen den digitalen Umbau der deutschen Wirtschaft voranzutreiben und so als Innovationsmotoren zu fungieren“, sagt Dr. Thomas Prüver, Partner bei EY. 

 

Dealvolumen in den Bundesländern in 2021
Dealvolumen in den Bundesländern in 2021 (Quelle: E&Y Januar 2022)

„Die Pandemie erweist sich immer mehr als Katalysator für einen regelrechten Startup-Finanzierungsboom“. Branchen- und standortübergreifend steigen die Investitionsaktivitäten. Das heißt: Immer mehr Startups kommen an frisches Geld. Zudem entwickeln sich die Investitionssummen geradezu explosionsartig. Der Grund ist das neu entfachte Interesse an potenziell disruptiven Geschäftsmodellen, vor allem im Technologiebereich. Hinzu kommt, dass auf Investorenseite ein hoher Anlagedruck herrscht. Es ist viel Geld im Markt – das kommt den erfolgversprechenden Jungunternehmen derzeit zugute.“ 

 

Viele Startups sind auf Investoren angewiesen, da sie in der Aufbauzeit des Unternehmens keine Gewinne erzielen. Die Investoren hoffen darauf, dass die innovativen Ideen ihren Markt finden. Startups gelten als Innovationstreiber. Trotzdem nimmt die Selbstständigen-Quote nicht zu. Und: Deutschland liegt nach wie vor bei der Finanzierung von Startups nicht auf einem der vorderen Plätze. 

 

Sie möchten sich noch intensiver mit der Studie beschäftigen und haben deshalb Interesse an der gesamten Studie?

 

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