Logo des Entrepreneurship Summit 2025 Berlin

 

 

KI verteilt die ökonomischen Chancen neu

 

Rahmenthema beim Entrepreneurship Summit 2025 in Berlin

 

 

Voll besetzter AudiMax beim Entrepreneurship Summit 2025 im Henry-Ford-Bau
Voll besetzter AudiMax beim Entrepreneurship Summit 2025 im Henry-Ford-Bau

Der Entrepreneurship Summit ist eine jährlich stattfindende Gründerkonferenz in Berlin mit über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Startups können hier Experten treffen und sich austauschen. Es gibt Workshops und Impulsgruppen, Networking und Plenarvorträge. 

 

Über 1.000 Besucher 


Der Entrepreneurship Summit bringt über 1.000 Menschen zusammen, die Wirtschaft kreativ, sinnstiftend und gesellschaftlich relevant gestalten wollen. Prof. Günter Faltin zeigt, wie aus Ideen Geschäftsmodelle entstehen können, die nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch und sozial überzeugen. Wir berichten hier über den Entrepreneurship Summit 2025. 

Am 11. und 12. Oktober 2025 versammelten sich im Henry-Ford-Bau wieder über 1.000 Teilnehmende sowie mehr als 100 Speakerinnen und Speaker. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf der Frage, welche Rolle Künstliche Intelligenz für Gründungen und Gesellschaft spielt. 

 

Opening: Keynote von Prof. Faltin
Opening: Keynote von Prof. Faltin

Wir können Ökonomie besser 

 

Den Rahmen setzten die Keynotes – und da drehte sich alles um Künstliche Intelligenz (KI).  

 

Prof. Günter Faltin hielt eine Keynote zum Thema „Entrepreneurship für unsere Zukunft – KI verteilt die ökonomischen Chancen neu“. Nach seinen Ausführungen wird die Künstliche Intelligenz das Spielfeld des Unternehmertums neu ordnen, weshalb die jetzige Zeit günstig ist, mit Kreativität, gutem Konzept und Mut ein Startup auf die Beine zu stellen. Er rief dazu auf, jetzt aktiv die Zukunft zu gestalten.

 

Zu Gestaltung der Zukunft gehört auch, ein neues Wirtschaftsmodell auf den weg zu bringen. Faltin: „Genug ist genug. Es geht uns gut, es geht uns besser als den Königen und Kaisern vor 400 Jahren. Aber: Die großen Denker der Geschichte haben wir hinter uns. Jetzt ist es dringend an der Zeit, eine neue Lebensphilosophie der Gesellschaft zu entwickeln und zu verwirklichen. Denn: Wir können Ökonomie besser. Wir sind es gewohnt, unseren Status nach dem zu definieren, was wir konsumieren. Jetzt aber muss es die Kampfansage an die Wirtschaft geben: Wir können Ökonomie besser“. Denn über allem steht ein wichtiges Ziel: Die Wiederversöhnung mit der Natur.

 

Statement von Dasgupto zur Ausbeutung der Natur

 

Nach Aussage von Prof. Faltin müssen wir das Leben insgesamt neu denken. Wir müssen Wirtschaft neu denken. Wir müssen Mobilität zu denken. Wir vom RheinZeiger fühlen uns geneigt, hinzuzufügen: Wir müssen auch Landwirtschaft neu denken.

 

Faltin bezog dies alles explizit auch auf Startups. Die brauchen eine Finanzierung, die nicht selten über Investoren läuft. Das ist gut so, aber das braucht eine neue Investoren-Logik.  

 

Prof. Mike Richter, Präsident des German Design Council und Dekan des Fachbereichs Design an der Hochschule Darmstadt, gab in seiner Keynote „KI für Entrepreneure – Anregungen zum Umgang“ praxisnahe Impulse zum Einsatz von KI im unternehmerischen Alltag. Er stellte heraus, wie man KI sinnvoll nutzt, sie für sich arbeiten lässt und gleichzeitig ethisch in der Verantwortung bleibt.

 

Pressekonferenz mit klaren Statements
Pressekonferenz mit klaren Statements

Pressekonferenz 

 

KI, Kreativität und Kulturwandel waren auch die zentralen Themen bei der Pressekonferenz.

 

Prof. Faltin stellte noch einmal heraus, wie bedeutend das Thema KI heute ist. Vor vielen Jahren kam der PC und revolutionierte die Arbeit. Roboter halten in vielen Bereichen des Lebens Einzug. Und nun kommt die KI – ein weiterer revolutionärer Schritt, der das Gründungsgeschehen erheblichen neuen Schwung geben könnte.

 

Faltin kam dann noch einmal auf das Thema „Wir können Ökonomie besser“. Ökonomie soll Dienerin der Menschheit sein. In der Praxis geht es immer nur darum, mehr heraus zu holen, es geht um mehr Umsatz und mehr Gewinn. Aber dieses „höher-schneller-weiter“ hat seine Grenzen.

 

Aber: Genug ist genug. Nachhaltigkeit ist kein dummes Geschwätz. Es geht uns gut, wir stehen an der Tür zum Paradies. Maschinen und KI machen die Arbeit. Jetzt ist es an dem Menschen, nicht nur materialistisch zu denken, sondern im Sinne einer gut funktionierenden Natur eine Art Volks-Entrepreneurship auf den Weg zu bringen.


Prof. Richter beschäftigte sich in seinem Beitrag mit der erfolgreichen Integration von KI in Gründungen und im Unternehmertum, mit den Chancen und den Risiken. Er stellte heraus, dass es nicht ein „Gut-Böse-Denken“ geht. Die KI ist da, das ist Realität. Nun liegt es an jedem von uns, sie intelligent zu nutzen. Es hilft nicht, sie zu ignorieren, denn andere werden sie auf jeden Fall nutzen. Dies bedeutet für uns, dass wir KI kennen müssen, wir müssen sie verstehen. 

Es war allen klar, dass hier der Politik, insbesondere auch der auf EU-Ebene entscheidende Bedeutung zukommt. Denn wir in der EU müssen neben Mächten wie USA oder China bestehen können.  

 

Jeder Mensch ist aufgerufen, an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken
Jeder Mensch ist aufgerufen, an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken

 

Proof of Concept 

 

Beim Entrepreneurship Summit 2025 standen wieder mutige Startups im Mittelpunkt, die den Schritt aus der Theorie in die Praxis wagten. Neun Teams präsentierten ihre Geschäftsideen live auf der Bühne und stellten sie direkt im Anschluss im realen Markttest dem Publikum vor. Die Summit Besucher konnten die Produkte vor Ort erleben, ausprobieren und kaufen. Der Markttest bot damit nicht nur Inspiration, sondern auch echte Markterfahrung: Welche Idee überzeugt Kundinnen und Kunden wirklich? Wer trifft mit seinem Konzept den Nerv der Zeit?  

 

Das Ergebnis des Proof of Concept 2025
Das Ergebnis des Proof of Concept 2025

 

Bei diesem Proof of Concept geht es nicht um Hochglanzpräsentationen, sondern um echte Markttests. Das Publikum kauft, fragt, gibt Feedback und hilft den Startups, ihre Ideen zu optimieren. Der diesjährige Proof of Concept war so spannend wie selten zuvor: Alle Teilnehmenden erzielten Umsatz, viele erhielten Bestellungen über den Summit hinaus. Die Entscheidung fiel entsprechend knapp aus – ein deutliches Zeichen für das hohe Niveau und die Begeisterung, mit der die Summit Besucher die präsentierten Ideen aufgenommen haben.   

Am Ende setzte sich fairHANDLER von Achim Oberhauser durch. Sein Konzept überzeugte mit starken Werten und echter Marktnähe: fairHANDLER zeigt, wie Verhandeln auf Augenhöhe gelingt – erfolgreich, respektvoll und nachhaltig. Mit einer Mischung aus praktischen Trainings, klarer Haltung und viel Leidenschaft für Fairness gewann das Projekt den Markttest mit dem höchsten Umsatz.  

 

 

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